30 Jahre Küsterin  in Ailertchen 2017

Berufung und Lebensaufgabe: Veronika Baldus ist seit

30 Jahren Küsterin in der katholischen Kirchengemeinde Ailertchen  .


 Veronika Baldus geht die Stufen zum Gemeindehaus hinauf,  so wie an jedem Tag , wenn Gottesdienst ist in den vergangenen 30 Jahren. Sie schließt die Türen auf, geht durch die Sakristei in den Kirchenraum. Ein kontrollierender Blick schweift von einer Ecke zur anderen.  Alles in Ordnung. Und dann zündet sie die Kerzen auf dem Altar an  und zaubert eine angenehme Atmosphäre. Jede Kirche braucht jemand, der sie auf- und zuschließt, der ihre geheimen Winkel kennt und der einen Blick auf die Menschen hat, die zum Gottesdienst kommen. Diese Person ist nicht der Pfarrer, sondern der Küster ,oder die Küsterin . Diese ist die erste Ansprechperson in allen praktischen Angelegenheiten rund um die Kirche vor Ort.  Küster, das kommt von dem lateinischen „custodire“, bewachen. Mancher Orts heißt die  Küsterin auch Mesnerin, weil sie für die Vorbereitung einer Heiligen Messe unentbehrlich ist.  Sie bereitet den Altar vor, zündet die Kerzen an und läutet die Glocken. Ihr Reich ist die Sakristei. Hier werden die  Kelche, die Monstranz, die Messgewänder, Hostien und der Messwein aufbewahrt. Als vor 30 Jahren dringend jemand für den Küsterdienst gesucht wurde konnte mit Veronika eine treue Seele gefunden werden. Nach einem Gespräch mit der damaligen Pfarrer Lippert war sie überzeugt,  dass dieser Dienst die richtige Aufgabe für sie sein würde.  Neben dem Herrichten des Kirchenraumes für den Gottesdienst gehörte auch der Läutedienst zu ihren regelmäßigen Pflichten.  Die Glocken müssen noch von Hand bedient werden, da es keine Automatik gibt.  So auch bei Hochzeiten bei Sterbefällen und Beerdigungen. Spätestens eine Stunde vor Gottesdienstbeginn ist Veronika in der Kirche. Es sei schließlich nicht nur der „Spaß an der Sache“, sondern auch die Freude an den Menschen, die das Besondere am Küsterdienst ausmachen. Im Wendelinus Gottesdienst am Freitag,den 20.Oktober 2017 , überreichten Birgit Becher vom Ortsausschuss und Dagmar Wehmeier vom PGR nebst Blumen, einen Gutschein und eine Karikatur von WZ Karikaturist Rudi Grabowski , auf der Veronika und der heilige Wendelin gemeinsam an einem Strang ,nämlich dem Glockenstrang ,ziehen.


Im Anschluss an den Gottesdienst ,traf man sich in Pfarrheim zum gemütlichen Beisammensein.